Der Beginn ...


einer wunderbaren Reise.

Wir starten in München. Es ist 9 Uhr morgens und es beginnt zu regnen.

Die Autobahn Richtung Innsbruck ist voll, aber es rollt. Der Regen wird stärker.

Wir fahren Richtung Zugspitze. Zu sehen ist nichts davon. Alles grau. Regen und Nebel. Was für ein Start in den Sommerurlaub. Unsere Laune wird besser als wir ein paar Radfahrer sehen. Wenigstens sitzen wir im Trockenen. Die Radfahrer selbst scheint das miese Wetter nicht zu stören. Sie strampeln tapfer vor sich hin.


Wir erreichen Innsbruck. Zu sehen ist nichts. Der Regen gleicht inzwischen einer Dusche. Dann der Verkehrsfunk im Radio: mehrere Kilometer Stau auf der Brennerautobahn und der flehende Blick des Ehemanns, die Umfahrung nehmen zu dürfen. Widerwillig stimme ich zu.

Jetzt heißt es stark sein. Das Wissen um meine mangelnde Seefestigkeit macht die Lage nicht besser. Beim letzten großen Sommerurlaub war mir sogar beim Schnorcheln schlecht geworden. Aber diesmal wird es besser, alles eine Frage der Einstellung - rede ich mir ein.

Der Regen mag uns. Wir biegen auf die Serpentinenstraße ein. Wenigstens sind wir jetzt schon in Italien, also fast da. Es lebe das positive Denken.


Die Große schläft. ich probiere es auch. Aber diese Kurven ....

Die Aussicht ist wahrscheinlich spektakulär. Alpen, Täler und Bergdörfer. Aber wir sehen nichts. Der Regen färbt alles dunkelgrau. Selbst das Navi zeigt schwarz als wäre es mitten in der Nacht.

Wir fahren jetzt mehr als 5 Stunden und duchqueren Cortina D'ampezzo. ich glaube, es ist schön hier. Aber ich schließe lieber die Augen, sicher ist sicher.


Eine halbe Stunde später brülle ich meinen Mann an. Er solle anhalten. Jetzt. Sofort. Keine Minute halte ich es mehr aus. Die Seekrankheit hat zugeschlagen. Mir ist schlecht, es regnet und ich fange an, die gesamte Reise in Frage zu stellen. Wer ist bloß auf die blöde Idee gekommen, mit dem Auto nach Venedig zu fahren? Und wer hat entschieden, die Bergstraße zu nehmen? Und überhaupt!

Wir halten in einer kleinen Pension. Das Restaurant ist geschlossen, wir bekommen aber eine Cola. Nach dem zweiten Versuch. Das erste Tablett mit den Flaschen kracht lautstark auf den Boden.


Wir machen eine laaaaaaaaaange Pause. Draußen regnet und gewittert es. Könnte ganz romantisch sein. Ist es nur irgendwie nicht. Mir geht's mies.

15:30 Uhr fahren wir weiter. Es regnet. Ach was, es schüttet. Was für ein mieser Urlaubsanfang. Wir lassen die Berge hinter uns. Mein Mann erzählt seit Stunden, dass die Serpentinen jetzt vorbei wären. Alles eine Frage der Perspektive ;-)

Vor uns liegt endlich die Autobahn. Eine gerade Straße ohne Kurven. Der Himmel ist grau. Es schüttet.

Dann ein paar Kilometer vor Venedig. Mehr 10 Stunden sind wir jetzt unterwegs. Der Himmel reißt auf. Unsere Laune wird besser. Wir parken das Auto, fahren mit dem Boot zum Hotel und sehen das:


Der Beginn einer wunderbaren, fantastischen Urlaubsreise :-)