Das etwas andere Restaurant


Ihr wißt, daß ich ein Fan von Popups bin. Jeglicher Art. Sei es ein Laden, ein Cafe oder eine Ausstellung. Ich liebe dieses Gefühl, etwas Besonderes, weil Kurzlebiges zu erleben.

Dieses Popup in Tokio war dann aber selbst unter den Popups etwas ganz ganz Besonderes.

Stattgefunden hat es im Juni im Toyosu-Bezirk und war konzeptioniert als Restaurant mit ganz besonderem Personal - mit Frauen und Männern, die an einer Demenz oder beginnendem Alzheimer leiden. Was für eine großartige Idee mit dem Ziel, den Menschen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden und ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein.


Foto von Mizuho Kudo

Die japanische Foodbloggerin Mizuho Kudo hat das Restaurant besucht und ihre Erfahrungen auf ihrem Blog geteilt. Bestellt hatte sie einen Hamburger, bekommen hat sie Gyoza Dumplings, die wohl fantastisch geschmeckt haben. Die Kellnerin hatte das Essen verwechselt und vergessen, was bestellt wurde.


Fotos von news.yahoo.co

Normalerweise würde man sich wahrscheinlich über solch eine Verwechslung ärgern, im Popup haben sich alle darüber gefreut. Gäste und Kellner gleichermaßen. Im September soll diese Aktion zum Welt-Alzheimertag wiederholt werden.

Und was kann man daraus lernen? Zum einen den besagten Aspekt, dass kranke Menschen vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind. Zum anderen, daß man durchaus mal ein wenig entspannter durchs Leben gehen könnte, ohne sich immer gleich aufzuregen, ohne sich ständig zu wichtig zu nehmen.

In diesem Popup hat niemand perfekten Service erwartet und ihn auch nicht bekommen. Aber Grund zum Aufregen war das nicht. Im Gegenteil, mit ein wenig entspannter Offenheit erlebt man die schönsten, menschlichen Geschichten.


Fotos von news.yahoo.co